Das Projekt befindet sich in dem Dorf Kaudwane, im Kweneng Gebiet von Botswana. Botswana grenzt nördlich an den Staat Südafrika und ist geographisch dem südlichen Teil Afrikas zuzuordnen.

 

Die Hauptstadt ist Gaborone, in der etwa 230.000 der über 2 Millionen Einwohner Botswanas leben. Bis 1966 war das Gebiet Botswanas das größte britische Protektorat des südlichen Afrikas. Das ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass man sich in den meisten Teilen des Landes mit Englischkenntnissen sehr gut verständigen kann.

Wirtschaftlich gehört Botswana zu den stabileren Staaten des Kontinents. Die beiden wichtigsten Wirtschaftszweige des Staates bilden einerseits Bodenschätze wie beispielsweise Diamantvorkommen und andererseits der wachsende Tourismus, der vor allem auf Safaritouristen ausgerichtet ist. Seit der Unabhängigkeit regiert die demokratische Partei in Botswana dessen Präsident, Ian Khama, 2014 für seine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde.

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ist die Korruptionsrate in Botswana deutlich geringer. Laut Transparency International wird Botswana auf Platz 35 der am wenigsten korrupten Staaten aufgeführt. Zum Vergleich, Deutschland liegt auf Platz 10 und Italien auf Platz 60.

 

Ein großes gesundheitliches Problem besteht in der hohen Aidserkrankung von knapp 20%. Auch in diesem Fall ist Bildung und Aufklärung der Kinder wichtig, um sie für ihre Zukunft besser zu schützen. Laut der CIA liegt die Lebenserwartung der Männer bei 56 und bei Frauen bei 53 Jahren. Damit belegt Botswana 213. Platz weltweit. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 88%.

 

Das Dorf Kaudwane befindet sich innerhalb des Gebietes der Kalahari Wüste und liegt etwa 220 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Gaborone. Das Dorf, das an der südlichen Grenze des „Khutse Game Reserve“ liegt, wurde von der Regierung zum Schutz und der besseren Versorgung der im Busch lebenden Menschen gegründet. Dabei wurden die Ureinwohner von fünf verschiedenen Standorten des Parks im Kaudwane Village zusammengebracht.

 

Der Prozess der Umsiedelung begann 1997 mit der Bevölkerung des ersten Standortes und endete 2002 mit den letzten Bewohnern des Nationalsparks. Die Mitglieder der fünf verschiedenen Buschgemeinden wurden mit der Absicht zusammengebracht, die Versorgung hinsichtlich Bildung und Gesundheitswesen besser zu gestalten. Heute leben im Dorf etwa 900 bis 1000 Menschen, von denen etwa 400 Kinder sind. Die  Familienhütten sind hier rechts abgebildet.

 

Es gibt einen Supermarkt im Dorf, der in regelmäßigen Abständen von der Regierung mit grundlegenden Lebensmitteln versorgt wird. Ferner gibt es eine Primary School, die etwa 380 Schüler von der ersten bis zur siebten Klasse unterrichtet.

 

Für die medizinische Grundversorgung sorgt eine Klinik, in der eine Krankenschwester arbeitet und im Falle einer Krankheit den Patienten mit medizinischer Basisversorgung unterstützen kann. Im Fall stärkerer Infekte, muss eines der nächsten größeren Versorgungszentren angefahren werden, welches mit dem Auto einige Stunden entfernt ist oder eine mobile Klinik mit Arzt angefragt werden, wobei die nötige Versorgung meist länger dauert als der Weg in das nächste Versorgungszentrum. Allerdings verzögert oder scheitert es häufig am Transport zu diesen Zentren.

 

Zusätzlich gibt es eine Polizeistation, ein „Village Development Council“ (VDC) und den Chief, der als Bürgermeister des Dorfes die wesentlichen Entscheidungen trifft. 

Die Location

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